Die Geschichte des Berberspferdes

Vorwort von Céline Ludwig

Im Anschluss an mein Eingreifen in einem Berberforum in Deutschland, habe ich erfahren, dass  viele Leute in der Berberzucht auf verlorenem Posten stehen, nicht mehr motiviert sind oder nicht wissen, was sie noch machen oder denken sollen.
Es tut weh, dass  nach 15 Jahren Berberzucht in Deutschland auf Grund schlechter oder mangelnder Information noch so viele Zweifel und Missverständisse gar bzgl. des Grundverständnisses dieser Rasse  bestehen.
Mir ist bewusst geworden, wie viel Informationsarbeit noch zu leisten ist. Die Geschichte des Berbers ist sehr lang und reich, und so ist dies nicht eben in 5 Minuten gemacht. Aber ich habe auch gemerkt, dass der Berber vielen Menschen am Herzen liegt und daher denke ich, dass diese Aufgabe angegangen werden muss. 
Denn der Mangel an Information führt zu einem falschen Verständnis und zu einem falschen Gespür für die Rasse, daraus folgern dann Fragen und Zweifel angesichts von Missverständnissen und manchmal eben auch Enttäuschung und Entmutigung.
Oberstes Ziel eines Vereins muss sein, so viel und so begründet wie nur möglich zu informieren, auf die Fragen der Züchter einzugehen und ihnen zu helfen, den richtigen Weg mit Ethik und ohne Despotismus zu weisen. Das Ergebnis ist ein Züchter, der weiß, was er züchtet, der ein « Gespür für seine Rasse » entwickelt, der die Stärken und Schwächen seiner eigenen Pferde erkennt und somit zu einem lebendigen Teil dieser Rasse wird, sich unabhängig und beständig für ihr Vorankommen, ihrer Darstellung nach außen und für ihren Schutz einsetzend. 
Das kann nicht geschehen, indem man von seinen Mitgliedern blindes Gehorsam fordert, sie dumm hält oder zurechtstutzt oder mit harter Hand führt, indem man für sie entscheidet, was sie tun oder lassen bzw. was sie wissen oder auch nicht wissen sollen. Im Gegenteil, es ist wichtig, dass man den Züchtern Möglichkeiten an die Hand gibt sich selber weiter zu entwickeln und autonom zu werden. Damit sie sich in ihrer Passion für das Berberpferd vereint fühlen und nicht durch gemeinsame Verpflichtung oder gemeinsame Angst.
Ziel der Züchter sollte die gemeinsame Anstrengung sein sich immer weiter zu informieren und Fragen zu stellen, um daraus eigene Ideen zu entwickeln und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Damit jeder nach seinem Geschmack züchten kann, mit Herz, aber auch mit Bewusstheit und der Ethik einer Rasse gegenüber, der er sich als Teil einer Familie in Verantwortung verbunden fühlt.

 

Der erste Artikel befasst sich mit dem Thema: Die Bedeutung des Berbers „OI“ – Ohne Abstammung

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